Oberschopfheim - Zwei Storchennester wurden entfernt

In Oberschopfheim wurden Storchennester abgebaut 

von Walter Holtfoth Text / Bilder Walter Holtfoth & privat 

 

Störche - Sie sind überwiegend gerne gesehen in Friesenheim und beherrschen von Frühjahr bis Herbst den Himmel über Kernort und Ortsteilen. 

 

Mit Blick auf den Kindersegen machen sie wohl auch einen guten Job 

 

Mein Kollege Wolfgang Schätzle hält die meisten Szenen liebevoll Jahr für Jahr mit seiner Kamera fest und ist beim Beringen der Jungstörche stets helfend dabei.

 

Uns ereilte gestern die besorgte Anfrage eines Lesers aus Oberschopfheim der uns mitteilte, dass im Kirchenried und in der Schulstraße gleich auf zwei Strommasten die Nester abgebaut wurden. Damit keine neue Horste von den Störchen gebaut werden können, wurden die Spitzen der Masten mit einer Blech - Pyramide versehen. 

 

Die Stromer sind schuld 

 

 

Auf Anfrage bei der Gemeinde- und Ortsverwaltung hat uns Ortsvorsteher Michael Jäckle in einem Telefongespräch aufgeklärt. Das Elektrizitätswerk sei auf das Rathaus und Regierungspräsidium zugegangen, nachdem es in der Versorgung einzelner Straßen immer wieder zu Schwankungen gekommen sei. Einzige Lösung für das Problem: die beiden Nester müssen weg. 

 

Das Regierungspräsidium erlässt Auflagen

 

Das Regierungspräsidium beschied den Antrag positiv. Allerding wurde der Bescheid mit einer Auflage versehen: Die beiden Nester müssen gleichwertig neu errichtet werden. 

 

Michael Jäckle berichtete, dass bereits bei der Schule ein, vom E-Werk gestifteter, neuer Mast errichtet wurde. Gleiches soll hinter dem Friedhof geschehen. 

 

Spezialisten hätten die Aufgabe erhalten, die Masten für die Störche einladend mit einem Nest zu versehen. Der Ortsvorsteher hofft, dass die Tiere nach ihrem langen Flug im März ihr neues Zuhause annehmen werden. Spannend können die Beobachtungen am Oberschopfheimer Himmel werden, denn ohne Revierkämpfe, die unter den Vögeln meist sehr heftig ausgetragen werden, wird die Ansiedlung kaum vonstatten gehen. 

 

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