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Wenn Washington schweigt - Grund zur Sorge

Wenn Washington schweigt und wir in Friesenheim zahlen

 

Ein Kommentar von Walter Holtfoth 

 

Es ist auffällig still geworden im Rosengarten des Weißen Hauses. Während US-Präsident Donald Trump sich in den letzten Stunden hinter die dicken Mauern des „Situation Rooms“ zurückgezogen hat, um über Ultimaten im Iran und die Sicherheit der Straße von Hormus zu brüten, herrscht an der „Heimatfront“ in Friesenheim alles andere als Ruhe.

 

Man muss kein Geopolitiker sein, um zu verstehen, was da gerade in der Ferne passiert. Ein Blick auf die Preistafeln unserer Tankstellen an der B3 in Lahr oder die Säulen in Friesenheim reicht völlig aus. Während in Washington die strategischen Weichen gestellt werden, springen bei uns die Cent-Beträge nach oben. Das Nadelöhr am Persischen Golf scheint sich direkt bis in die Ortenau zu ziehen.

 

Die Stille vor dem Sturm?

 

Dass Trump aktuell nicht vor die Kameras tritt, lässt Raum für Spekulationen. Ist es die Vorbereitung auf die nächste Eskalation oder doch die finale diplomatische Offensive? In Friesenheim hoffen wir auf Letzteres – nicht nur der Weltruhe wegen, sondern auch mit Blick auf den nächsten Heizöl-Kauf oder die Fahrt zur Arbeit nach Lahr oder Offenburg.

 

Es zeigt sich einmal mehr: Friesenheim ist keine Insel. Wenn im fernen Teheran oder Washington die Luft brennt, fängt bei uns der Geldbeutel an zu rauchen. Wir bleiben dran – an der Zapfsäule und am Puls der Weltpolitik.