Dreister Pflanzendiebstahl in Schuttern: Ortsvorsteher Silberer wütend über „bodenlose Sauerei“
FRIESENHEIM-SCHUTTERN. In Schuttern herrscht blankes Entsetzen und tiefe Empörung über einen Vorfall, der an Dreistigkeit kaum zu überbieten ist. Mit viel Liebe zum Detail und großem Einsatz hatte die Gemeindegärtnerin erst vor Kurzem die Blumenkübel und öffentlichen Grünanlagen im Ortsteil mit frischen, bunten Gewächsen bestückt. Der Sommer hätte kommen können – Schuttern sollte blühen. Doch am Freitagmorgen trauten die Bürgerinnen und Bürger sowie die Ortsverwaltung ihren Augen nicht.
In fast jedem der frisch bepflanzten Kübel klaffen nun tiefe, erdige Löcher. Ein Unbekannter hat im Schutz der Dunkelheit systematisch zugeschlagen und die Anlagen regelrecht geplündert.
Ob farbenprächtige Geranien, sommerliche Petunien, fleißige Lieschen oder sorgsam gesetzte Bodendecker und kleine Ziersträucher – die Setzlinge wurden reihenweise fachmännisch aus der Erde gezogen.
Kein Vandalismus, sondern gezielte Beutezüge
Da die Pflanzen nirgends in den umliegenden Straßen herumlagen oder mutwillig zerstört wurden, schließt Ortsvorsteher Jürgen Silberer blinden Vandalismus kategorisch aus. Die Handschrift der Tat deutet vielmehr darauf hin, dass hier jemand seine private Grünanlage zu Hause oder den eigenen Balkon komplett neu ausstatten wollte – und das ganz dreist auf Kosten der Allgemeinheit. Geldscheine als Ausgleich wurden im Tausch gegen die florale Pracht vor Ort natürlich nicht hinterlassen.
Verwaltung erwägt Anzeige
Ortsvorsteher Jürgen Silberer fand am Morgen deutliche Worte für den Vorfall und hielt mit seinem Ärger nicht hinter dem Berg: „Das ist eine bodenlose Sauerei und an Unverschämtheit nicht zu überbieten!“, so ein sichtlich fassungsloser Rathauschef.
Die Ortsverwaltung Schuttern prüft nun ernsthaft und schon aus reinem Prinzip, den Vorfall offiziell zur Anzeige zu bringen. Es kann nicht sein, dass die Arbeit für ein schönes Ortsbild und die Steuergelder der Bürger sprichwörtlich bei Nacht und Nebel in privaten Gärten verschwinden. Die Bevölkerung wird gebeten, die Augen offenzuhalten. Wer Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen an den Blumenkübeln in den vergangenen Nächten machen kann, wird gebeten, sich mit der Ortsverwaltung in Verbindung zu setzen.





