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Schuttern - gelebte Freundschaft über den Rhein

Gelebte Freundschaft über den Rhein hinweg:

 

Schutterner Rathaus wird zum deutsch-französischen Begegnungsort

 

 

FRIESENHEIM-SCHUTTERN. Herrlichstes Frühsommerwetter umrahmte einen ganz besonderen Besuch im Schutterner Rathaus: Die Schülerinnen und Schüler der elsässischen Partnergemeinde Herbsheim (Klassen CM1 und CM2) trafen zu einem großen Begegnungstag ein. Gemeinsam mit den Grundschülern und Lehrkräften beider Schulen wurden die jungen Gäste von Ortsvorsteher Jürgen Silberer im geschichtsträchtigen Sitzungssaal herzlich willkommen geheißen.

 

Silberer betonte in seiner Begrüßung den unschätzbaren Wert von Freundschaften, die über Grenzen hinweg wachsen. Ein solcher Austausch sei für die Schutterner Kinder eine großartige Chance, ganz ungezwungen Französisch zu lernen – und für die elsässischen Freunde im Gegenzug natürlich umgekehrt.

Brezeln am Ratstisch und Pizza im Anflug

 

Dass die europäische Verständigung auch durch den Magen geht, bewies die Schutterner Ortsverwaltung: Wo sonst ernste Kommunalpolitik betrieben wird, bogen sich am Donnerstag die Tische unter Bergen von frischen Brezeln, Obstkörben und kühlen Getränken. Für den großen Hunger am Mittag war ebenfalls bestens vorgesorgt – die Großbestellung für die Pizzen war bereits im Vorfeld aufgegeben worden.

 

Bewegende Worte aus dem Elsass

 

Besonders bemerkenswert und emotional wurde es, als Herbsheims Bürgermeister Marc Abbruciati das Wort ergriff. In seiner Rede, die sowohl auf Französisch als auch auf Deutsch vorlag, schlug er die Brücke von der großen europäischen Idee hinunter zu den Kleinsten im Saal. Seit nunmehr 28 Jahren verbindet die beiden Gemeinden eine feste Städtepartnerschaft, die auf Respekt und Austausch fußt.

„Europa wird auch durch diese Begegnungen zwischen Dörfern, Schulen und Kindern aufgebaut“, betonte Abbruciati sichtlich bewegt. „Vielleicht werden einige Freundschaften, die heute beginnen, lange halten – und das wäre der schönste Erfolg unserer Partnerschaft.“ Auch wenn die Wörter manchmal noch unterschiedlich seien, so der elsässische Rathauschef, würden Spiele, ein Lächeln und die kindliche Neugierde immer dafür sorgen, dass man sich versteht.

 

Mit dem Wunsch nach einem Tag voller Entdeckungen, Geselligkeit und schönen Erinnerungen starteten die Kinder in ein unvergessliches deutsch-französisches Wochenende. Ein starkes Zeichen dafür, dass der europäische Gedanke in Schuttern nicht nur auf geduldigem Papier existiert, sondern von der jüngsten Generation begeistert gelebt wird.